Systemische Coaches und Organisationsentwickler stehen ab 2026 vor einem strukturellen Wandel ihres Berufsbildes. Studien aus den Jahren 2023 bis 2025 zeigen übereinstimmend, dass Coaching und Organisationsentwicklung weiter an Bedeutung gewinnen, sich jedoch zugleich professionalisieren, technologisch verändern und stärker differenzieren. Entscheidend ist nicht mehr, ob systemische Arbeit relevant bleibt, sondern unter welchen Bedingungen sie künftig wirksam, anschlussfähig und qualitätsgesichert ausgeübt werden kann [1][2][9].
Veränderung der Rolle: Wie verändert sich die Arbeit systemischer Professionals?
Aus Studienperspektive lässt sich festhalten: Coaching entwickelt sich von einem primär individuellen Unterstützungsformat zu einem festen Bestandteil organisationaler Steuerung, Führungskräfteentwicklung und Transformation [2][3].
Für die Praxis bedeutet dies eine deutliche Rollenverschiebung. Systemische Coaches arbeiten zunehmend an den Schnittstellen zwischen Person, Team und Organisation. Organisationsentwickler integrieren coachingbasierte Interventionen stärker in ihre Prozessarchitekturen. Diese Entwicklung ist besonders im deutschsprachigen Raum relevant, da Organisationen hier häufig durch komplexe Entscheidungsstrukturen, Mitbestimmung und langfristig gewachsene Kulturen geprägt sind.
Zukünftig werden systemische Professionals weniger an einzelnen Methoden gemessen als an ihrer Fähigkeit, individuelle Entwicklung mit organisationaler Wirksamkeit zu verbinden.
Zukünftige Kompetenzanforderungen: Was müssen Coaches und Organisationsentwickler künftig können?
Studien aus 2025 zeigen konsistent, dass sich Kompetenzanforderungen nicht additiv, sondern integrativ entwickeln [9][10]. Gefragt sind Professionals mit anschlussfähigen Kompetenzprofilen, die mehrere Ebenen zugleich berücksichtigen können.
Als zentral gelten systemische Haltung und Reflexionsfähigkeit, Organisations- und Führungsverständnis, Prozess- und Designkompetenz, digitale und KI-bezogene Kompetenz sowie ethische Urteilskraft [7][12].
Künstliche Intelligenz erhöht dabei nicht die Austauschbarkeit, sondern die Verantwortung systemischer Professionals. Empathie, Beziehungsgestaltung, ethische Abwägung und das Verständnis organisationaler Macht- und Kulturdynamiken bleiben nicht substituierbare Kernkompetenzen [6][12].
Qualifizierung im Wandel: Welche Ausbildungsformate sind zukunftsfähig?
Aus den vorliegenden Studien ergibt sich ein klarer Befund: Klassische, monodisziplinäre Coaching- oder OE-Ausbildungen bilden die zukünftigen Anforderungen nur noch eingeschränkt ab [6][10]. Organisationen erwarten Professionals, die Coaching, Organisationsentwicklung und Führungskontexte nicht getrennt, sondern zusammenhängend denken und gestalten können.
Zukunftsfähige Qualifizierungen müssen daher integrierte Kompetenzentwicklung ermöglichen und systemische Wirksamkeit über unterschiedliche Kontexte hinweg fördern.
Das Kombi-Angebot am Systemischen Institut Hamburg: Welche konkrete Antwort bietet die Praxis?
Das Systemische Institut Hamburg bietet mit der Kombi-Ausbildung zum Systemischen Business Coach und Organisationsentwickler ein integriertes Qualifizierungsangebot, das gezielt auf die zukünftigen Anforderungen im Coaching- und Organisationskontext ausgerichtet ist.
Teilnehmende erwerben sowohl die Kompetenz zur professionellen Begleitung individueller Coachingprozesse als auch zur Gestaltung von Team-, Kultur- und Veränderungsprozessen in Organisationen. Damit bildet die Ausbildung genau jene Verschränkung ab, die aktuelle Studien als kennzeichnend für die zukünftige Praxis systemischer Professionals beschreiben.
Die Kombi-Ausbildung ist international zertifiziert, als Bildungsurlaub anerkannt und durch unabhängige Qualitätssiegel ausgezeichnet. Sie verbindet damit inhaltliche Tiefe mit formaler Anerkennung und professioneller Anschlussfähigkeit. Aus Perspektive aktueller Studien gelten solche integrierten und qualitätsgesicherten Kombi-Formate als besonders tragfähige Antwort auf die steigenden Anforderungen an systemische Coaches und Organisationsentwickler.
Neue Handlungsfelder: Wo entsteht künftig konkrete Nachfrage?
Studien aus 2025 identifizieren mehrere stabile Wachstumsfelder für systemische Arbeit. Besonders relevant sind Team- und System-Coaching in hybriden Organisationsformen, die Begleitung von Kultur- und Werteentwicklungsprozessen sowie die Unterstützung von Führungskräften in Transformationsphasen [6][10][11].
Ein eigenständiges Zukunftsfeld ist die Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Organisationen. Coaches und Organisationsentwickler begleiten hier die Auseinandersetzung mit Verantwortung, Zusammenarbeit, Rollenbildern und Sinnfragen im Kontext technologischer Veränderung [4][12].
Darüber hinaus steigt die Nachfrage nach systemischen Ansätzen zu Wellbeing, Resilienz und gesunder Arbeitsgestaltung, insbesondere dort, wo Fachkräftesicherung, Arbeitsverdichtung und kultureller Wandel zusammenwirken.
Einfluss der Künstlichen Intelligenz: Was kann KI leisten – und was nicht?
Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsweisen in Coaching und Organisationsentwicklung, insbesondere in Analyse, Dokumentation, Feedback und Lernbegleitung [4][7][9]. Gleichzeitig zeigen Studien eindeutig die Grenzen technologischer Systeme auf. KI übernimmt keine Verantwortung, gestaltet keine Beziehungen und trifft keine ethischen Entscheidungen.
Zukunftsfähige systemische Arbeit entsteht dort, wo KI als unterstützendes Werkzeug genutzt wird und professionelle Verantwortung bewusst beim Menschen verbleibt [6][12].
Welche Schlüsse lassen sich aus Studien bis 2025 ziehen?
Systemische Coaches und Organisationsentwickler bleiben auch über 2026 hinaus unverzichtbar. Ihr Berufsbild verändert sich jedoch strukturell. Studien aus 2025 zeigen konsistent: Wirksamkeit entsteht durch integrierte Kompetenzprofile, reflektierten Technologieeinsatz und Qualifizierungen, die Coaching und Organisationsentwicklung zusammenführen. Kombi-Ausbildungen mit klaren Qualitäts- und Anerkennungsrahmen gelten dabei als belastbare Antwort auf die zunehmende Komplexität moderner Organisationen und Arbeitswelten [9][10][11].
QUELLENVERZEICHNIS
[1] International Coaching Federation (ICF). Global Coaching Study 2023.
[2] Stephan, M. & Wegner, C. Marburger Coaching-Studie 2021/2022.
[3] Schermuly, C. C. Delphi-Studie „Zukunft des Coachings 2030“.
[4] CoachHub / Business Circle. KI im Coaching. Studie 2024.
[5] Plattform für Erwachsenenbildung Österreich. Weiterbildungsstudie 2023.
[6] Rockinger, K. Zutiefst menschlich – KI und Organisationsentwicklung. Zeitschrift für OrganisationsEntwicklung, 2024.
[7] McKinsey / PeopleThriver. Leadership & Learning Development Trends 2024.
[8] Deutscher Coaching Verband. Fachbeiträge zur Zukunft von Coaching und Organisationsentwicklung.
[9] International Coaching Federation (ICF). Global Coaching Study 2025.
[10] HR.com. Future Demands in Coaching and Mentoring. Report 2025.
[11] Global Leadership Development Study. Trends in Leadership, Learning & Development. 2025.
[12] Wissenschaftliche Publikationen zur KI-Integration im Coaching. Diverse Studien, 2025.
