Entscheidungsfindung im Führungsalltag

Lernen Sie die verschiedenen Methoden der Entscheidungsfindung kennen

Maximal 12 Teilnehmer
2 Tage - 14 Unterrichtsstunden
Für Führungskräfte
952 EURO (inkl. 19% MwSt.) pro Person
Thema

Seminar: Entscheidungsfindung im Führungsalltag

In unserer VUCA-Welt müssen Unternehmen sich ständig entwickeln, um flexibler, anpassungsfähiger und damit wettbewerbsfähiger zu werden. Sie brauchen Werkzeuge, um die nötigen Change-Prozesse zu ermöglichen und voranzutreiben. Unsere heutige Arbeitsorganisation geht immer mehr in Richtung der Selbstführung. Dieser Change-Prozess braucht Werkzeuge, welche die Selbstorganisation unterstützen. Bei der Wahl des Werkzeuges bzw. Entscheidungsverfahrens, sind die jeweiligen Kontextfaktoren zu berücksichtigen. Nicht nur die Entscheidung selbst, sondern ein Werkzeug zur Herbeiführung einer Entscheidung im Team kann bei selbständigem und agilem Arbeitsstil zieldienlich sein.

Wenn eine Führungskraft ihre Entscheidungsmacht delegieren möchte, hat sie mehrere Möglichkeiten, zum Beispiel: sie an einzelne Mitarbeiter abzutreten, oder aber ans Team als Ganzes. In letzterem Fall kommt das Team entweder gemeinsam, durch den sogenannten KonsenS zur Entscheidung oder aber durch Abstimmung über mögliche Entscheidungen via Mehrheitsentscheid. Inzwischen haben sich zwei weitere „Werkzeuge“ der Entscheidungsfindung im Team etabliert, nämlich der KonsenT und Systemisches Konsensieren.

KonsenS sei das Werkzeug der Wahl, wenn es um schwerwiegende Entscheidungen geht, wie die Entwicklung einer Vision, die von allen Beteiligten zu hundert Prozent mitgetragen werden sollte. Bei dieser Methode verfügen alle Beteiligten über ein Veto-Recht, dessen Aussprache zur Beibehaltung der alten Entscheidung führt. Der KonsenT schaut nicht nach Zustimmung, sondern nach geringstmöglichem Widerstand. Ein Veto gibt es auch beim KonsenT, jedoch ist dieses nur zulässig, sofern begründet dargelegt werden kann, dass die Entscheidung nicht nur nicht zielführend-, sondern in Bezug auf das committete Ziel absolut inkompatibel sei. Da das Verfahren sehr zeitaufwändig ist, beschränkt sich dessen Anwendungsbereich auf solche Grundsatz-Entscheide wie Prozesse, Abläufe, Budgets und Rollen-/Aufgabenverteilung. Es handelt sich um einen Moderationsstil, bei dem alle Beteiligten gehört- und im Fluss dessen die Argumente zu einem gemeinsamen Lösungsmodell in 9 Schritten integriert werden.

Auch heute noch werden Entscheidungen in Unternehmen häufig nach dem demokratischen Mehrheitsprinzip entschieden, was aus 3erlei Hinsicht problematisch ist. Erstens geschieht dadurch eine Polarisierung des Teams in Gewinner und Verlierer, wobei schon eine hauchdünne Mehrheit zur Festlegung auf eine Alternative als ausreichend gilt. Zweitens wird der Grad des Widerstandes nicht miterfasst, was zusammen mit dem ersten Aspekt dazu führen kann, dass knapp die Hälfte der Teammitglieder starke Ablehnung gegenüber der durchgesetzten Alternative verspürt, was sich wiederum durch (unterschwellige) Widerstände in der Umsetzung bemerkbar macht. Drittens hat beim Mehrheitsentscheid jeder nur eine Stimme, was bei mehreren Alternativen kein differenziertes Bild abgeben kann.

Das Werkzeug Systemisches Konsensieren wurde aufgrund dieser Mängel des Mehrheitsentscheides konzipiert und hat Überschneidungen mit sowohl KonsenS als auch KonsenT. Wie beim KonsenT, orientiert sich die Methode am geringsten Widerstand. Es wird sich für die Lösung entschieden, bei der es die wenigsten Einwände, bzw. „Widerstandspunkte“ zu verzeichnen gibt. Ziel ist es, so nahe wie möglich an einen KonsenS heranzukommen.

Im Seminar „Entscheidungsfindung im Führungsalltag“ bei uns in Hamburg lernen Sie die verschiedenen Methoden der Entscheidungsfindung kennen, um für verschiedene Situations- und Kontextfaktoren das geeignetste Werkzeug zur Hand zu haben. Die entscheidenden Fragen dabei sind:

  • Welche Kontextfaktoren sind maßgeblich (Teamgröße, Art und Folgenschwere der Entscheidung, Zeitrahmen zur Entscheidungsfindung etc.)?
  • Welches Werkzeug passt am besten für Team und Situation?
  • In welchem Setting wird die Entscheidung herbeigeführt (mit externem Moderator, elektronisch, per anonymer Befragung etc.)?

Den Fokus legen wir im Seminar auf das Systemische Konsensieren, das verhilft, eine Entscheidung mit höchstmöglichem Konsens herbeizuführen und dabei vergleichsweise schnell und unkompliziert umsetzbar ist. Ein großer Vorteil der Methode ist z.B., dass sie sich elektronisch mit einer App durchführen lässt. Auf diese Weise werden alle wichtigen Personen miteinbezogen, die sich sonst schwer hätten zusammentun können aufgrund von Terminengpässen und großen räumlichen Distanzen. Außerdem kommen so auch stillere Mitarbeitende zu Wort. Des Weiteren kann die Methode problemlos in großen Gruppen eingesetzt werden – ein differenziertes Ergebnis und hohe Transparenz durchs Ranking führt zu ausgeprägter Mitarbeiterzufriedenheit und Commitment mit dem Abstimmungsergebnis. Anwendbarkeit und Qualität des Ergebnisses verbinden sich beim Systemischen Konsensieren in optimaler Weise.

Seien Sie herzlich eingeladen, in diesem Seminar die Vor- und Nachteile altbewährter- sowie innovativer Entscheidungsverfahren kennenzulernen und sich dadurch maximale Handlungs- und Entscheidungsfreiheit im Führungsalltag zu sichern.

Lernziele
  • Kennenlernen verschiedener Werkzeuge zur Entscheidungsfindung in Teams
  • Wissen um die Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode
  • Passung von Werkzeug und Kontextfaktoren
  • Durchführung der Methode Systemisches Konsensieren
  • Moderation der Einwand-Integration in 9 Schritten
Zielgruppe

Führungskräfte

Maximal 12 Teilnehmer

Leistungen
  • Teilnehmerzertifikat
  • Skript
  • Trainingsmaterial
  • Fotoprotokoll
  • Verpflegung in den Kaffeepausen
Termine und Ort

Nächste Termine:

24./25.02.2020

Zeitlicher Ablauf:

1. Seminartag: 10:00 – 18:00

2. Seminartag: 10:00 – 16.00

 Ort:

Hamburg